Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh (SPD) hat kurz nach der Sondersynode im Juni 2024 das „Bündnis KiHo Wuppertal“ gestartet. „Für den Prozess ,Entwickeln statt Abwickeln‘ wünschen wir uns eine breite Unterstützung auch über den Kreis der Studierenden, Lehrenden und die Landeskirche hinaus“, schrieb Lindh damals. Es brauche Impulse aus der gesamten Wuppertaler Stadtgesellschaft.
Lindh erinnerte in diesem Zusammenhang an die Barmer Theologische Erklärung, deren Verabschiedung sich 2024 zum 90. Mal jährte, und die Geschichte der Bekennenden Kirche, vor deren Hintergrund die KiHo einst entstand. Der Politiker berät mit Interessierten, wie der dauerhafte Erhalt der traditionsreichen Einrichtung aussehen kann und wie sich mögliche Kooperationspartner finden lassen.
Positive Erwartungshaltung in der Wuppertaler Stadtgesellschaft
Die Projektleitung für den „Prüfauftrag theologischer Bildungscampus“ der Evangelischen Kirche im Rheinland begrüßt die Initiative des Bündnisses KiHo Wuppertal ausdrücklich, ebenso wie alle weiteren, die zum Gelingen des Transformationsprozesses beitragen wollen. Sie betont, das Bürgerbündnis stelle vor Augen, welch positive Erwartungshaltung es in der Wuppertaler Stadtgesellschaft gegenüber einem theologischen Bildungscampus gebe. „Wenn sich die Landessynode im Februar für ein entsprechendes Konzept aussprechen sollte, wäre weiter zu prüfen, an welchen Stellen sich das Bürgerbündnis konkret engagieren und mit einbringen kann“, so die Projektleitung. Aus ihrer Sicht sollte der konstruktive Austausch mit dem Bürgerbündnis auf jeden Fall fortgesetzt werden: „Die Vorschläge für mögliche Kooperationen bei Anliegen von Stadtgesellschaft und Kirche beinhalten wertvolle Ansätze.“